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  Klimaschutzfonds Wedel e.V.

Gegründet am 20. November 1996

      im Hause Stadtwerke Wedel GmbH     |     Feldstr. 150, 22880 Wedel
      E-Mail:   |   URL: www.klimaschutzfonds-wedel.de

Zur besseren Lesbarkeit nutzen wir in unseren Texten meist nur die männliche Form,
grundsätzlich sind jedoch immer gleichberechtigt beide Geschlechter gemeint.

Kohlendioxyd: Klimaschädliches "Gas"
als Rückstand bei der Verbrennung fossiler
Energieträger (Öl, Kohle, etc.)
Handelbare EU-Rechte, CO2 (und anderes)
in die Luft freisetzen zu dürfen
Mehr bei Wikipedia -> Emissionsrechtehandel
Erneuerbare-Energien-Gesetz: Soll die Erzeugung
regenerative Energie voranbringen und garantiert
diesen feste Einspeise-Vergütungen
Intergovernmental Panel on Climate Change,
auf deutsch Klimarat, wissenschaftliches
zwischenstaatliches Gremium der Vereinten
Nationen (UN), bestehend aus: Regierungen
und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt als
Autoren und Gutachter
Kreditanstalt für Wiederaufbau
vergibt günstige Kredite für
energetische Sanierungsmaßsnahmen
und andere Klimarelevante Investitionen
light-emitting diode, deutsch Licht-emittierende
oder Leuchtdiode
Photo-Voltaik = Strom-Erzeugung aus Sonnenlicht Wedeler Klimaschutz und
Energiespar -Treff
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit nutzen
wir die gebräuchliche (meist männliche)
Form. Gemeint sind beide Geschlechter
gleichberechtigt!
Das damit eingesparte Geld ging zu 50% an den
Schulträger (Stadt Wedel), die andere
Hälfte verblieb bei der Schule und kam damit
direkt den Schüler_innen zu Gute.
Gebäude von der Planung über die Nutzung
bis zum Abriss möglichst ökologisch zu nutzen
Luxmeter = Lichtstärke-Messgerät Das Projekt wurde initiiert, durchgeführt und bezahlt
vom Klimaschutzfonds Wedel e.V., hat also nur am
Rande mit der "Stadt Wedel" zu tun
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Politiker-Befragung zur Kommunalwahl am 6. Mai 2018

Artikel im WST 
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öffnet im separaten Fenster Der Senioren- und der Jugendbeirat hatten sich mit dem Klimaschutzfonds zusammen gesetzt und einige Fragen ausgearbeitet, die wir von den sich zur Kommunalwahl stellenden Parteien und Gruppierungen beantwortet haben wollen. Ursprünglich wollten wir diese Fragen im Rahmen des Ochsenmarktes direkt dem Publikum beantworten lassen. Leider standen der Idee Verwaltungsvorschriften entgegen.

Die Antworten der Parteien sehen Sie, wenn Sie auf "Antwort ..." klicken.


EINS

Der Jörg-Balack-Weg entlang des Mühlenteichs wird von vielen Menschen genutzt, die dem Verkehr der Mühlenstraße entgehen möchten, u.a. von Schülerinnen und Schülern zum JRG und von Pendlern, die mit Rad oder zu Fuß zum S-Bahnhof gelangen. Bei der in Wedel nicht ungewöhnlichen Witterung ist die Oberfläche jedoch sehr oft matschig und rutschig. Ein Antrag des letzten Jugendbeirates zur Befestigung des Jörg-Balack-Weges wurde mehrheitlich abgelehnt.
Frage: Was wird Ihre Partei für die Verbesserung der Nutzbarkeit tun?

Antwort Bündnis 90/Die Grünen

Der vom Jugendbeirat im vergangenen Jahr gestellte Antrag zur Befestigung des Jörg-Balack-Wegs war seit 2012 bereits der dritte Anlauf in dieser Sache. Der Antrag wurde zuletzt auch mit Unterstützung der Grünen und des Umweltbeirats gestellt, die sich seit Jahren für eine Befestigung der Strecke zwischen Riststraße und Caudryplatz aussprechen.
Sowohl Grüne als auch Umweltbeirat betrachten die Strecke als Verkehrsweg für Fußgänger und Radfahrer, der eine entsprechende ganzjährige Benutzbarkeit bieten muss. Dies ist nur durch eine entsprechende Befestigung/Pflasterung zu erreichen, also durch eine dauerhaft haltbare und schnell trocknende, ebene Oberfläche.
CDU und WSI spekulieren, dass durch eine Pflasterung des Untergrundes eine (zusätzliche) Gefahr für die VerkehrsteilnehmerInnen ausgehen würde. Gefahren gehen nach Ansicht derer, die den Weg wirklich benutzen, aber eher von vereisten Pfützen sowie matschigen und steinigen Stellen aus, als von einem ebenen Untergrund, von dem das Wasser gut abfließen kann. Die Unterhaltungskosten für den Streckenabschnitt würden sich durch den deutlich geringeren Sanierungsaufwand erheblich reduzieren und sich nicht - wie noch im Mai von der WSI behauptet - erhöhen.
Sowie neue Mehrheitsverhältnisse im Rat bessere Erfolgsaussichten als bisher ermöglichen, werden wir die Befestigung des Jörg-Balack-Weges durchsetzen.

Antwort CDU

Aufgrund der Abschüssigen Gestaltung des Jörg-Balack-Wegs mit anschließender scharfer Rechtskurve wäre eine sichere Nutzung nach einer Pflasterung nicht uneingeschränkt möglich (z.B. durch Rollsplit nach dem Winter). Eine alleinige Pflasterung des Weges stellt daher leider keine ausreichende Verbesserung dar, um die Kosten der Maßnahme in Höhe von ca. 60.000 bis 80.0000 Euro zu rechtfertigen.
Ein weiteres Problem für den Fahrradverkehr stellt im direkten Anschluss die Riststraße mit der historischen Pflasterung dar. Als Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer sowie als wichtigen Beitrag zur Schulwegsicherung möchten wir mit einer Mühlenteichbrücke an dieser Stelle einen neuen Weg abseits der Hauptverkehrsstraße B431 schaffen, der allen Verkehrsteilnehmer zu allen Jahreszeiten gerecht wird.
Im Rahmen dieser Maßnahme wollen wir auch die Oberflächensituation des Jörg-Balack-Wegs mit überdenken.

Antwort FDP

Die FDP wird sich weiterhin für die Verbesserung des Belages auf der ganzen Länge vom Caudry Platz bis zur Pestalozzischule einsetzen. Für das Teilstück vom Caudry Platz bis zur Riststraße fordert sie in einem Antrag zur Sitzung des UBF Ausschusses am 19. April 2018 eine Befestigung des Weges aus eingesparten Mitteln für die Schulauer Straße. Dort halten wir den Rückbau des Radweges auf der Westseite für überflüssig.

Antwort DIE LINKE

Schulwege sind viel genutzte Verkehrswege und müssen sowohl vom Belag als auch von der Beleuchtung her für Kinder und Senioren sicher sein. Dies ist für DIE LINKE ein höheres Gut als zum Beispiel der Schutz von Nordic-Walking-Stöcken oder die angeblich drohende Lichtverschmutzung. Dazu kommt beim Jörg-Balack-Weg auch noch die tagelange "Schlammschlacht" schon nach kleineren Regenschauern.
Dadurch bleibt Fußgängern und Radfahrern bei Regenwettern nur das Ausweichen auf die Hauptstraßen. Bei Schulkindern häufiger mit dem elterlichen PKW als Taxi.
Der Ausbau zu einem gepflasterten Rad- und Fußweg ist daher nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch für eine Entlastung der Hauptstraßen durch ein Fahrrad- und Fußwegefreundliches Wedel wichtig.

Antwort SPD

Im Rahmen der Beratung der Geh- und Radfahrwege Arbeitsgruppe (AG) wurde im Jahr 2017 von den politischen Fraktionen der SPD, FDP, WSI und Bündnis90/Die Grünen beschlossen, den Ausbau des Jörg-Balack-Weges vorzunehmen. Der Sprecher in der AG von der CDU war sich nicht sicher, ob die Fraktion im UBFA zustimmen würde. Alle anderen Vertreter der AG hatten die Zustimmung aus der eigenen Fraktion erhalten. Daher wurde die Beschlussvorlage von der Verwaltung erarbeitet und zur Abstimmung in den UBFA gegeben.
Alle Fraktionen in der AG waren sich einig, dass der Ausbau dieses Abschnittes erfolgen sollte. Dieser Weg wird als Schulweg genutzt. Die Alternative für die Schülerinnen und Schüler ist die Nutzung der Mühlenstraße, die zwar durch einen Antrag der SPD-Fraktion zur 30-km-Zone umgewidmet wurde, aber die Situation des Verkehrs und die Anzahl der Fahrzeugbewegungen sind geblieben.
Bei der Abstimmung zur Beschlussvorlage im UBFA stimmten die SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen der Beschlussvorlage zu. Die CDU-Fraktion lehnte den Antrag ab, ebenso eine Stimme der WSI. Die weitere Stimme der WSI enthielt sich und so wurde der Antrag abgelehnt.
Die Verwaltung der Stadt Wedel hat nun beschlossen, dass der steile Wegabschnitt zur Riststraße mit einem sogenannten Stabilizer ergänzt wird, um ein Ausspülen an der Hangstrecke zu erschweren. Die SPD-Fraktion wird sich die durchgeführten Arbeiten ansehen und auch nach einem Starkregen begutachten. Je nach dem Zustand der Hangstrecke wird die SPD-Fraktion ggfs. weitere Maßnahmen beantragen und im Ausschuss erneut das Thema einbringen.

Antwort WSI

Die Verwaltung hat kürzlich im Rahmen allgemeiner Unterhaltungsmaßnahmen Ausbesserungen am Jörg-Balack-Weg vorgenommen, die dazu dienen sollen, die Nutzbarkeit des Weges auch bei schlechtem Wetter zu gewährleisten. Ob diese Maßnahmen ausreichend sind, bleibt ab zu warten. Das Problem bei wassergebundenen Wegen ist in der Tat, dass sie bei Regen rutschig sein können. Dies ist für viele Nutzer misslich, liegt aber in der Natur der Sache.
Natürlich ist es durchaus diskutierbar, ob gerade der Jörg-Balack-Weg eine derartige Gestaltung aufweisen sollte. Wir lehnen nach unserem jetzigen Meinungsbild eine Totalversiegelung aber ab. Allerdings würden wir eine Befestigung die wasserdurchlässig ist und gleichzeitig auch die Belange der Fußgänger im Fokus hat, unterstützen. Wir verstehen durchaus bestehende Befürchtungen, dass eine Befestigung mit Asphalt oder Achtkantsteinen aus dem Weg eine Fahrradrennstrecke macht und damit ein erhebliches Konfliktpotential zwischen Fußgängern und Radfahrern schafft.
Letztendlich ist es sowohl eine Abwägung zwischen den Interessenslagen der verschiedenen Nutzergruppen untereinander als auch eine Abwägung zwischen Umweltaspekten und der höchstmöglichen Funktionalität als Verbindungsweg.



ZWEI

Der Klimaschutzfonds trägt ein Drittel der Kosten für das Klimaschutzmanagement und ermöglichte -mit finanzieller Unterstützung einiger Unternehmen aus Wedel- damit unter anderem erst die Besetzung der Stelle mit Simone Zippel - für drei Jahre, halbtags.
Frage: Befürwortet Ihre Partei eine Aufstockung der Stelle (mehr als halb Stelle) sowie (nach 3 Jahren) eine Verlängerung der Anstellung?

Antwort Bündnis 90/Die Grünen

Wir haben wiederholt schon sehr frühzeitig in HFA und Rat die Einrichtung der Klimaschutz-Managerstelle gefordert. Angesichts der Vielzahl sinnvoller Aufgaben halten wir logischerweise Aufstockung und, nach Ablauf der drei Jahre, Verlängerung für erforderlich.

Antwort CDU

Die Klimaschutzmanagerin hat kürzlich das Projekt "Wedels Kitas aktiv im Klimaschutz" auf den Weg gebracht. Dieses Projekt, an dem alle Kitas teilnehmen, wird unterstützt durch einen externen Dienstleister und in Teilen finanziert durch die Aktivregion Marsch und Geest. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre mit guter Aussicht auf ein Anschlussprojekt. Nach Auswertung der Erfahrungen in den Kitas könnte eine darauf aufbauende Ausweitung auf die Grundschulen sinnvoll sein.
Dann wäre der Zeitpunkt gegeben, über den weiteren Einsatz zu entscheiden, ggf. auch über eine Aufstockung der Stelle der Klimaschutzmanagerin, besonders unter Berücksichtigung ihrer übrigen Aufgabenbereiche.

Antwort FDP

Die FDP sieht in dem integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt eine ehrgeizige Gestaltungsaufgabe, den Schutz des Klimas in der Stadt voranzubringen. Dazu bedarf es eines engagierten Managements, das die erarbeiteten Handlungsfelder und besonders die aus dem vorgeschlagenen Maßnahmenkatalog für die Stadt wesentlichen Aufgaben vorantreibt.
Über eine Aufstockung der Stelle für das Klimaschutzmanagement und eine Verlängerung der Anstellung möchte die FDP erst entscheiden, wenn sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Stelle besser beurteilen lässt.

Antwort DIE LINKE

DIE LINKE begrüßt und befürwortet die Arbeit des Klimaschutzfonds ausdrücklich. In wie weit die Halbtagsstelle im Klimaschutzmanagement aktuell ausgelastet ist, muss geprüft werden. Eine Aufstockung der Stelle kann der Arbeit der Klimamanagerin natürlich nur zugutekommen. Da die Förderung der aktuellen Halbtagsstelle jedoch zu 65 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz gestützt wird, muss bei einer Aufstockung gewissenhaft geprüft werden, welche weiteren Finanzierungen zur Verfügung stehen.

Antwort SPD

Das integrierte Klimaschutzkonzept wurde 2014 erstellt und vom Rat beschlossen. Die Klimaschutzmanagerin hat am 15.03.2017 mit einer halben Stelle bei der Stadt Wedel angefangen. Der Maßnahmenkatalog betrifft folgende Themen:

  • Übergeordnete/strategische Maßnahmen
  • Handlungsfeld Wirtschaft
  • Handlungsfeld Gebäude & Energie
  • Handlungsfeld Mobilitätswende.
Aus diesen Themen sind 10 Maßnahmen ausgewählt worden, die in den nächsten 3 Jahren bearbeitet werden sollen. Es profitieren aus dieser Tätigkeit die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wedel, ebenso die hiesigen Unternehmen, die Verwaltung/Kommune, Bildungseinrichtungen, der ÖPNV (regional) sowie alle Verbraucher.
Die Klimaschutzmanagerin ist bei der Stadt Wedel angestellt. Die Personalkosten in Höhe von 65% werden vom BMU (Bundesministerium für Umwelt-, Naturschutz und nukleare Sicherheit) übernommen. Die Stadt Wedel erhält einen Spendenzuschuss von jährlich 10.000 Euro vom Klimaschutzfonds e.V. Wedel. Diese Regelung besteht für 3 Jahre, danach ist eine Förderung in Höhe von 40% vom BMU möglich.
Die SPD-Fraktion möchte, dass die Klimaschutzmanagerin nach Ablauf der 3 Jahre einen entfristeten Arbeitsvertrag erhält. Dieser kann auch als Vollzeitstelle vom BMU bezuschusst werden. Es ist uns wichtig, dass eine Stadt mit so hohem Wachstum in allen Bereichen auch kompetent durch eine Klimaschutzmanagerin vertreten wird. Daher muss diese Stelle in Vollzeit, sogar unabhängig von evtl. Förderungen, eingerichtet werden. Die Ergebnisse in diesem Segment nach nur einem Jahr Tätigkeit haben uns zu dieser Entscheidung veranlasst.

Antwort WSI

Die WSI ist davon überzeugt, dass Wedel seinen Beitrag zu den nationalen Klimaschutzzielen leisten muss, um eine übermäßige Belastung des Klimasystems zu verhindern. Daher unterstützen wir die Umsetzung und weitere Fortschreibung des Wedeler Klimaschutzkonzeptes. Im Klimaschutzkonzept wird der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen in Wedel aufgezeigt und gleichzeitig werden umsetzbare Maßnahmen zur Reduzierung dieser Problematik vorgeschlagen. Diese Maßnahmen können aber nicht verordnet werden, sondern benötigen den Einsatz einer eigens dafür zuständigen Koordinationsstelle.
Die Aufgaben einer derartigen Stelle können aber nicht innerhalb weniger Jahre abgeschlossen sein. Daher spricht die WSI sich für die längerfristige Einrichtung mit zumindest einer halben Personalstelle aus. Neben der überregionalen Förderung solcher Koordinationsstellen muss die Restfinanzierung aber zunehmend durch die Stadt (und nicht einen ehrenamtlichen Förderverein) erbracht werden. Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und kann nicht nur auf den Schultern des Ehrenamtes gemeistert werden



DREI

Die Situation für Pendler ist am Wedeler S-Bahnhof sehr unbefriedigend. Die P&R-Tiefgarage ist viel zu klein und stark verschmutzt. Auch Stellplätze für Radfahrer sind ebenfalls zu wenig, schmutzig, zu weit entfernt sowie kaum Wetter- oder Diebstahlgeschützt. Eine seit vielen Jahren angedachte Fußgängerbrücke am Nordende der Bahnsteige wurde nie gebaut. Wenn Wedel-Nord und der Businesspark realisiert werden, wird sich diese Situation erheblich verschlimmern. Zudem wirkt schon jetzt das Erscheinungsbild für ankommende Gäste abschreckend.
Frage: Welche Maßnahmen wird Ihre Partei in der kommenden Ratsperiode konkret angehen, um die Situation merklich zu verbessern und damit zu vermeiden, dass Menschen gezwungen sein werden, das Auto für die Fahrt z. B. nach Hamburg zu nutzen?

Antwort Bündnis 90/Die Grünen

Im Hinblick auf Fahrradabstellplätze wird das gesamte Bahnhofsgebiet aktuell neu geplant. Basis dafür bildet ein Grünes Konzept, das maßgeblich durch unser Mitglied im Umweltbeirat entstanden ist. Dieses Konzept hat die Verwaltung aufgegriffen und überarbeitet. Es sollen im gesamten Bahnhofsbereich an allen verfügbaren Stellen neue Fahrradabstellplätze entstehen.
Vorgesehen sind an fünf verschiedenen Standorten insgesamt 482 Stellplätze, knapp die Hälfte davon voraussichtlich in Form von Sammelschließanlagen. Die Anzahl dürfte den Bedarf allerdings noch nicht decken und daher werden zur Zeit weitere Überlegungen angestellt.
Die Verschmutzung der Tiefgarage bedingt durch die offene Bauweise und durch "Zweckentfremdung" ohnehin schon sehr ausgeprägt, hat durch den Druck des Grundwassers an die Oberfläche im letzten Jahr noch erheblich zugenommen. Die Verwaltung versucht dies mit Pumpen zu kompensieren. Zusätzlich muss aus unserer Sicht auch eine intensivere Reinigung erfolgen.
Um das Parkplatzangebot zu vergrößern, gibt es erste Planungen auf dem Theaterplatz neue Park&Ride Möglichkeiten und weitere Fahrradabstellplätze zu schaffen. Auch über Institutionen wie Kino, Kita oder Geschäfte wurde bereits in diesem Zusammenhang diskutiert. Zumindest ist klar, dass in diesem Zusammenhang auch eine Verbindung zum S-Bahn Bahnsteig erforderlich wäre.

Antwort CDU

Bereits in dieser Ratsperiode wurde ein Projekt gestartet den Bahnhofsvorplatz und die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder neu zu ordnen. Derzeit laufen die Planungen für eine verbesserte Abstellung und Unterbringung der Fahrräder mit möglichst vielen überdachten und sicheren Abstellmöglichkeiten am direkten Eingangsbereich. Hierbei soll aber auch der optische Eindruck eines geordneten Eingangsbereichs der ankommenden und abfahrenden Pendler nicht aus den Augen gelassen werden.
Wir haben uns dabei nicht nur für die Planung eingesetzt, sondern darüber hinaus auch für eine Kostenübernahme bei der eigentlichen Umgestaltung, die zwar hoch gefördert ist jedoch der Restbetrag von der Stadt getragen werden muss. Ein zweiter Zugang zum Bahnsteig ist wünschenswert, muss aber aufgrund der durch die Bahn vorgebrachten Sicherheitsbedenken auch zu vertretbaren Kosten realisierbar sein.
Im Zuge der Überplanung des Parkplatzes am Theater ist diese Option von beiden Seiten der Bahngleise erneut zu prüfen und zu fordern. Dabei nicht unbedingt als Brücke, sondern bevorzugt durch eine ebenerdige Querung, die durch eine Verkürzung bzw. Verlagerung des südlichen S-Bahnhaltepollers Richtung West um einige Meter erzielt werden könnte.

Antwort FDP

Der ÖPNV ausgebaut werden. Wir benötigen ein zweites S-Bahn Gleis, damit wir von einer besseren Taktung der Bahn profitieren können und somit ein zweiter S-Bahn-Halt in der Nähe von Famila überhaupt möglich wird. Dieser würde den an- und abfahrenden Pendlerverkehr entlasten und entzerren. Die Fachhochschule, das Famila-Center, die Fachgeschäfte und die Arbeitsplätze in der Region Kronskamp/Industriestraße wären besser erreichbar, und viele Pendler aus den naheliegenden Wohngebieten, auch aus der Moorwegsiedlung, könnten diesen Bahnhof nutzen. Besonders wenn im BusinessPark neue Arbeitsplätze entstehen, würde ein zweiter Bahnhof mehr Menschen Bus und Bahn nutzen lassen.
Für eine verbesserte Unterbringung von Fahrrädern am S-Bahnhof hat die Verwaltung gerade ein neues Konzept vorgelegt, und auch die Bebauung des Parkplatzes am Theater Wedel wird die Umsteigemöglichkeiten auf den ÖPNV attraktiver machen. Die Anzahl der Parkplätze wird sich erheblich erhöhen, die Zahl der Fahrradstellplätze auch.
Außerdem besteht die FDP auf einem direkten Zugang zum dann hoffentlich überdachten Bahnsteig. Mit diesen Maßnahmen wird sich auch das äußere Erscheinungsbild des Bahnhofs verbessern.

Antwort DIE LINKE

Wedel-Nord und der Businesspark werden auch für die Verkehrssituation in Wedel viele neue Herausforderungen und Probleme schaffen, die früh angegangen werden müssen.
Vorrangiges Ziel muss es sein, die Attraktivität der Öffentlichen Verkehrsmittel zu steigern, doch die problematische Verkehrssituation für Pendler am Bahnhof beginnt nicht nur dort: DIE LINKE fordert seit ihrem Bestehen eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs - damit ist aber nicht nur die Parkplatzsituation am Bahnhof gemeint, sondern auch vernünftige Fahrt- und Taktzeiten von Bussen, die den Wedeler S-Bahnhof bedienen. Die beste Lösung ist es, die Menschen auch schon für die Fahrt zum Bahnhof von öffentlichen Verkehrsmitteln zu überzeugen.
Den Zustand der Tiefgarage muss dringend verbessert werden. Bei der Bebauung des Theaterplatz müssen Parkmöglichkeiten auch für Pendler geschaffen werden.
Eine weitere Entlastung kann ein 2. Bahnhof für Wedel bringen, der den gesteigerten Bedürfnissen mit der hoffentlich erfolgreichen Fertigstellung des Business Parks gerecht wird.
Auch für die Fahrradfrage kann es nur eine Antwort geben: Es muss ausreichender Stellplatz für Fahrräder zur Verfügung gestellt werden. Der Umweltbeirat hat sich mit diesem Thema lange beschäftigt und ein paar sehr gute Ideen eingebracht. Wichtig für uns ist jedoch: Es muss für die Bürger kostenlos möglich sein, sein Fahrrad abstellen zu können.

Antwort SPD

Die geschilderten schlechten Gegebenheiten sind auch uns seit langem bekannt. Die Eigentumsverhältnisse um den Wedeler Bahnhof ermöglichen der Kommune nur geringen Einfluss.
Die von uns allen sehr gewünschte Fußgängerbrücke am Nordende des Bahnsteiges ist an den vielen Auflagen der Deutschen Bahn und dem damit verbundenen hohen Preis gescheitert. Es bietet sich jetzt eine neue Möglichkeit der Realisierung einer Anbindung an die S-Bahn an.
Bei der Bebauung des Parkplatzes hinter dem Theater setzen wir uns für eine direkte Verbindung zum Bahnhof, eine große Anzahl an zusätzlichen Stellplätzen und eine deutlich verbesserte Möglichkeit Fahrräder abzustellen ein.
Auch für die Pendler aus dem Kreisgebiet müssen verbesserte Nahverkehrskonzepte (ÖPNV) entwickelt werden, um die Verkehrssituation in Wedel zu entspannen.
Ein Schwerpunkt unseres Wahlprogramms ist die Mobilität. Der öffentliche Personennahverkehr muss gestärkt und ausgebaut werden, der individuelle Autoverkehr muss reduziert werden. Eine Idee ist, die Schaffung eines kommunalen Bustickets, mit dem man zu einem günstigen Preis den ganzen Tag lang im ganzen Stadtgebiet und natürlich auch zum Bahnhof unterwegs sein kann. Wir hoffen damit den innerstädtischen Autoverkehr zu mindern.
Eine weitere Möglichkeit ist die Erprobung eines Shuttle-Systems mit Kleinbussen, das Einkaufsstätten, Ärzte und andere Dienstleistungen leicht erreichbar macht. Einen S-Bahnanschlusses in der Nähe des im Osten von Wedel gelegenen Einkaufszentrums zu bauen, wurde immer aktiv von der SPD begleitet. Von dort ließe sich der Businesspark gut anbinden.

Antwort WSI

Die WSI unterstützt ausdrücklich die gerade begonnene Überplanung des Parkplatzes beim Theater Wedel. Hier sehen wir gute Chancen, kluge Parkraumlösungen sowohl für Autos als auch für Fahrräder einzurichten. Für die WSI hängt damit auch unbedingt die gesamte Überbrückung der Bahngleise zusammen. Damit wird die Parkraumnutzung auf beiden Seiten der Gleise attraktiver und "erleichtert" hoffentlich vielen Autofahrerinnen und -fahrern den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr.
Auch die bestehende Tiefgarage bedarf dringend eines zeitgemäßen Erscheinungsbildes. Hier ist zunächst die Verwaltung gefordert entsprechende Vorschläge zu erarbeiten und zur Diskussion zu stellen. Die WSI wird hier darauf achten, dass dies auch geschieht.
In unserem Wahlprogramm regen wir zudem an, dass Erscheinungsbild des Wedeler S-Bahnhofs insgesamt deutlich zu verbessern. Die Attraktivität von öffentlichem Nahverkehr hat auch damit zu tun, ob Bahnhöfe einen sicheren und freundlichen Eindruck vermitteln. Wir sprechen uns daher dafür aus, mit den Eigentümern, dortigen Gewerbetreibenden und Nutzern eine Überplanung des Geländes inklusive des Vorplatzes anzupacken.



VIER

Verkehr: Südumgehung, Nordumfahrung, Bahnhofstraße, Wedel-Nord, Businesspark - Themen, die teils Jahrzehntelang diskutiert, aber nie entschieden wurden.
Wedel-Nord soll bis zu 1.000 Wohnungen bieten, der Businesspark langfristig Arbeitsplätze für 6.000 Menschen. Das bedeutet ein erhebliches Mehr an innerörtlichem sowie Start- und Zielverkehr.
Frage: Wie steht Ihre Partei zu einem gemeinsamen, langfristigen, Partei-übergreifenden Konzept für Verkehr und Infrastruktur (MIV, ÖPNV, Rad) und wie kann dieser realisiert werden?
Kann hierbei ein "City-Management" helfen?

Antwort Bündnis 90/Die Grünen

Wir haben uns erst kürzlich im Planungsausschuss wieder dafür ausgesprochen, ein Gesamt-Verkehrskonzept zu erstellen. Es waren auch die GRÜNEN, die die mittlerweile erfolgte Einrichtung der Arbeitsgruppen für Radverkehr und für den ÖPNV aufs Tapet gebracht hat. Ebenso haben wir bereits in das Wettbewerbsverfahren für Wedel-Nord die Forderung eingebracht, dass dort u.a. ein autofreies Quartier entstehen solle.
Ein Gesamtverkehrskonzept macht aus unserer Sicht allerdings nur dann Sinn, wenn es explizit unter der Zielvorgabe "Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs" erstellt wird und wenn dieses Ziel auch nicht nur eine wohlklingende Überschrift bleibt.
Was ein City-Management - also nur für einen kleinen Teilbereich des Stadtgebiets - in diesem Kontext soll, ist unklar. Richtig ist freilich, dass für die Bahnhofstraße und deren enge Umgebung ein Konzept á la Business Improvement District (BID) verwirklicht werden sollte. Dies wäre aber eine Maßnahme, die in erster Linie von den dortigen Grundeigentümern und Geschäftsleuten zu betreiben und zu finanzieren ist wie in vielen anderen Städten auch. Der Stadt käme dabei die Planungshoheit und ggf. - über die Marketing-Abteilung (3-12) im Rathaus - eine Koordinationsfunktion zu.

Antwort CDU

Einem Generalverkehrsplan stehen wir kritisch gegenüber. Einerseits liegen die meisten Informationen, die ein solcher Plan beinhalten soll/muss bereits vor in Form von Konzepten und Gutachten. Diese würden also nur mit großem Aufwand in eine neue Form gebracht werden - dabei dient der Generalverkehrsplan den Befürwortern vor allem als Ausrede dafür, bis zu seiner Fertigstellung keine der bestehenden und seit Jahren dringend benötigten Verkehrsmaßnahmen umzusetzen.
Auf der anderen Hand ist ein solcher Generalverkehrsplan ein Mammutprojekt, an dem sich die Stadt verschlucken würde. Endlose Planungen, die ständig aktualisiert werden müssten und das bei ständig wechselnden politischen Mehrheiten im Rat und sich alle paar Jahren ändernden politischen Prioritäten. Die CDU will keinen weiteren zehnjährigen Stillstand, anstatt die Probleme endlich anzupacken. Wir wollen kein Verkehrsflussverhinderungskonzept! Der Stau ist heute Realität und die einzige Lösungsmöglichkeit ist jedem bekannt. Nach fast 100 Jahren des Diskutierens muss nicht noch einmal alles neu durchdacht werden, es muss endlich was passieren!
Wir wollen die Probleme konkret angehen. Und zwar jetzt! Wedel kann nicht nach Westen ins Naturschutzgebiet wachsen, nicht nach Süden in die Elbe, nicht nach Osten nach Hamburg hinein. Wedel kann nur im Norden wachsen und auch nur im Norden kann eine Verkehrsentlastung gelingen. Je später gehandelt wird, umso schwieriger uneffektiver wird die Lösung. Wir wollen die Nordumfahrung jetzt!
Das Land hat in seiner aktuellen Studien zur Bevölkerungsentwicklung festgestellt, dass Wedel bis 2025 rund 2.500 neue Einwohner bekommen wird. Wird "Wedel Nord" mit rund 1.000 Wohneinheiten nicht zeitnah realisiert, werden die Grundstückspreise und Mieten in Wedel weiter explodieren. Ohne zusätzliche Wohnungen werden viele Einwohner Wedel verlassen müssen, werden verdrängt. Wir wollen "Wedel Nord" jetzt, um den Preisanstieg zu bremsen und neuen, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen.
Ein City Management kann die Attraktivität der Bahnhofstraße und des Stadtkerns steigern, die Leerstände verringert und der Branchenmix attraktiver gestaltet werden könnte. Leider haben alle Parteien außer der CDU dem wegweisenden Zukunftskonzept von "Wedel Marketing" für ein City Management abgelehnt und erneut jede Weitsicht in der Stadt- und Wirtschaftsentwicklung vermissen lassen.

Antwort FDP

Es gibt bereits eine parteiübergreifende Initiative zur Stärkung und zum Ausbau des ÖPNV, die Arbeitsgemeinschaft hat gerade zum zweiten Mal getagt, eine Material- und Fragensammlung ist fertig. Das erste Themenbündel, nämlich eine Optimierung der bestehenden Busverbindungen, wurde bereits erörtert. Bevor diese AG dem Planungsausschuss nicht alle Ergebnisse zur Beschlussfassung vorgelegt hat, sollten die Fraktionen nicht in kontraproduktiven Aktionismus verfallen.
Das gilt auch für die immer wieder gestellte Forderung nach einem Generalverkehrsplan o.ä. Ein solches Konzept existiert bereits und ist dort, wo sich Veränderungen abzeichnen, durch Zusatzuntersuchungen ergänzt worden.

Antwort DIE LINKE

Eine Nordumfahrung und mehr Parkplätze können Wedels Verkehrsprobleme allein nicht lösen und so müssen durch Verbesserung der Radwege und der Erreichbarkeit Öffentlicher Verkehrsmittel Alternativen zum PKW gefördert werden.
Eine wirkliche Verkehrsentlastung für ganz Wedel ist nur möglich, wenn mehr Bürger und Bürgerinnen bereit sind, die PKW-Nutzung einzuschränken. Allerdings sind dafür entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. Diese können aber nicht einfach verordnet werden, sondern nur im Dialog und mit Möglichkeit zur Mitbestimmung mit allen Einwohnern und Einwohnerinnen entwickelt werden.
Beim Ausbau von Wohn-Gewerbe- und Tourismusgebieten ist frühzeitig die Planung von ÖPNV, Rad- und Fußwegen zu beachten. Ob nun Wedel-Nord, Businesspark oder andere Projekte: Wir setzen uns daher für frühestmögliche Gesamtverkehrskonzepte ein - noch bevor der erste Stau entsteht.
Ein Citymanagement sehen wir dabei aktuell für die Attraktivitätssteigerung des ÖPNVs förderlich und daher in diesem Punkt als begrüßenswert.

Antwort SPD

Seit vielen Jahren fordert die SPD ein nachhaltiges Verkehrskonzept. Leider bekamen wir dafür keine Mehrheit. Konstruktive Vorschläge anderer Parteien hat es nicht gegeben. Das Ergebnis ist unsere heutige problematische Verkehrssituation.
Auf Basis eines Verkehrskonzeptes unterstützt die SPD die Nordumfahrung. Dabei muss die schrankenlose Querung der S-Bahn Teil des Konzeptes sein.
Wedel braucht eine Verkehrsplanung, die unsere ganze Stadt und alle Betroffenen im Blick hat. Bisherige Planungen konzentrieren sich zu sehr auf einzelne Problembereiche wie z.B. Altstadt, Businesspark, Wedel Nord und berücksichtigen nicht ausreichend das Gesamtbild der Verkehrsbelastung.
Es besteht daher die Gefahr, dass einzelne Maßnahmen lediglich zu Verschiebungen der Probleme führen und Entlastungen an einer Stelle neue Belastungen an anderer Stelle bedeuten. Die heute vorliegenden Planungen sind teils veraltet, teils auf Einzelbereiche beschränkt und stellen insgesamt nicht die notwendigen Verknüpfungen aller Teilbereiche her.
Ein Gesamtverkehrskonzept, das allgemeine Akzeptanz finden soll, ist nur vorstellbar, wenn es unter der aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Wedels erstellt wird. Weiterhin muss es dem allgemein veränderten Mobilitätsbewusstsein Rechnung tragen. Demzufolge soll das zukünftige Gesamtverkehrskonzept, insbesondere auf eine Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs, den Ausbau des ÖPNV und anderer innovativer Formen des öffentlichen Personennahverkehrs sowie auch eine ökologisch verträgliche Gestaltung, ausgerichtet sein.
Ziel soll es sein, den motorisierten Individualverkehr zu verringern. Die SPD geht davon aus, dass diese Überlegungen zu einem Konzept führen, das mehrheitsfähig ist.
Die Frage nach einem City-Management ist heute für uns noch nicht zu beantworten. Die Aufgaben müssen noch diskutiert und definiert werden.

Antwort WSI

Moderne Verkehrs- und Infrastrukturpolitik besteht aus Sicht der WSI nicht in der alleinigen Fokussierung auf den Bau von Umgehungsstraßen. Dies gilt insbesondere dann, wenn man sich die genauen örtlichen Gegebenheiten anschaut. Verkehrsströme werden nicht dadurch geringer, indem man den Verkehr nur verlagert. Unsere Vorstellungen in Bezug auf Verkehr gehen in Richtung auf eine Verkehrsvermeidung, kurzen Wegen, ausgebauten Fahrrad- und Fußgängernetzen, intelligenten Straßenführungen, geteilter Mobilität und setzen auf einem starken ÖPNV. Hierzu fordern wir auf einen von Bürgern, Verwaltung und politischem Ehrenamt gemeinsam entwickelten Verkehrszukunfts-Plan. Dieser muss eingebunden werden in ebenfalls zu erstellende Stadt-und Wirtschaftsentwicklungspläne. Stadtwachstum und wirtschaftliche Weiterentwicklung beeinflussen nämlich auch die verkehrliche Entwicklung einer Stadt maßgeblich. Umgekehrt ist eine Stadt mit einer modernen Verkehrspolitik auch ein interessanter Wirtschaftsstandort.
Ein Citymanagement beschäftigt sich von der gebräuchlichen Definition her ganz überwiegend mit der Weiterentwicklung der Innenstadt und deckt mithin nur einen Teilbereich der Stadt ab. Von daher würde ein Citymanagement sicherlich bei der Erstellung der eben genannten Pläne einbezogen werden, man wird aber nicht ein Citymanagement einführen, um diese gesamtstädtischen Fragen zu bearbeiten. Ob ein innerstädtisches Citymanagement für Wedel notwendig ist, sollte aus Sicht der WSI in Ruhe diskutiert werden. Eine akute Notwendigkeit ist nicht erkennbar.



FÜNF

Kinder lernen zuhause, in der Schule und durch Beobachtung der Umgebung. Pädagogen und Schulleitungen fordern, Kinder zu Fuß zu Schule kommen zu lassen (oder bei längeren Wegen auch mit den "Öffis"). Dabei wird Umgebung erkundet und manchmal im Wortsinn "begriffen" sowie Verantwortung und "Zeit" gelernt. Heute fahren Eltern in vermeintlicher "Zeitnot" den Nachwuchs mit Autos zu Schule, verpesten die Umwelt, verstopfen die Zuwege - und lassen oftmals Rücksicht vermissen.
Frage: Welche Maßnahmen halten Sie für angebracht und praktikabel, diese Situation nachhaltig zu verbessern?

Antwort Bündnis 90/Die Grünen

Die Politik hat die Aufgabe, für sichere Schulwege zu sorgen, die Kinder je nach Alter und Länge der Strecke gefahrlos zu Fuß oder mit dem Fahrrad benutzen können. Auf diesem Gebiet sind die Grünen in Wedel ganz sicher Vorreiter. Der geplante Altstadtradweg auf der Strecke der alten Südumgehung, die leider bereits mehrfach mit den Stimmen von CDU und WSI abgelehnte Befestigung des Jörg-Balack-Wegs und der geplante Schutzstreifen im Tinsdaler Weg in Richtung Industriestraße sind maßgebliche Beiträge und Vorstöße der Grünen, um den Radverkehr allgemein und für Schüler im Besonderen sicherer und komfortabler zu machen.
Die Verantwortung und die Handlungsmöglichkeiten liegen aber nicht in der Politik allein. Die Schulen und vor allem die Eltern sind auch selbst gefordert, ein Bewusstsein dafür zu schaffen und zu entwickeln, dass jedes Auto weniger im morgendlichen Straßenverkehr letztlich auch eine Verringerung der Gefährdung für alle Schulkinder darstellt.
Möglichkeiten gibt es genug, denn Kinder müssen nicht im Auto gefahren werden, sondern können - wenn nötig - auch anders begleitet werden. Viele Schulen haben dafür schon länger erfolgreiche Konzepte entwickelt. Verbote halten wir daher weder für zielführend noch für durchsetzbar.

Antwort CDU

Der gemeinsame Unterrichtsbeginn bietet die beste Voraussetzung dafür, dass sich Kinder aus den unterschiedlichen Klassenstufen gemeinsam auf den Weg machen und das mit guter Begründung: Bewegung, Entspannung, soziale Kontakte und vor allem auch Sicherheit, da Kinder nicht allein unterwegs sind.
Die Kommunalpolitik muss sich proaktiv ein Bild vom Geschehen machen, eine breite Öffentlichkeit schaffen und gemeinsam mit Schulen und Eltern nach Lösungen und ggf. Beispielen für "Best Practice" suchen. Die Schulen brauchen die Unterstützung der Elternbeiräte durch aktive Elterninitiativen, wie z. B. Aktionswochen "Wir gehen zu Fuß!" mit Wettbewerbscharakter. Des Weiteren sollte Verkehrserziehung zum Unterrichtsprinzip werden - die Polizei ist aktiv einzubinden.
Wir möchten für das gesamte Stadtgebiet im Rahmen der Fußgänger-, Radfahrer- und Schulwegsicherung sichere aber auch schnelle Verbindungen schaffen und zwar durch die Schaffung von Verbindungen möglichst abseits der Hauptverkehrsstraßen. Hierbei werden nicht nur neue Wege benötigt sondern auch vorhandene ertüchtigt werden müssen. Ein Schwerpunkt liegt hierbei natürlich auf den Wegen von und zu den Schulen. Hier hat die CDU kürzlich die Überarbeitung der Ampelschaltungen am Roland beantragt, die die Situation für die Schüler der Altstadtschule verbessern soll, aber auch Schüler der weiterführenden Schulen bei Ihrem Weg zum Schwimmunterricht helfen wird.

Antwort FDP

Wir möchten Wedels Eltern nicht erziehen oder ihnen vorschreiben, wie sie ihre Kinder zur Schule kommen lassen sollen. Unterschiedliche Schulmodelle lassen Eltern nicht unbedingt die Schule in nächster Nähe für ihre Kinder aussuchen. Auch verbinden Eltern oftmals den Weg zur Arbeit mit dem "Kind absetzen" vor der Schule. Wedeler Kinder, die eine der weiterführenden Schulen in Wedel besuchen, können in unseren Augen wunderbar zu Fuß, mit dem Rad oder auch mit dem Bus ihre Bildungseinrichtung erreichen. Dazu müssen wir weiter die (Rad-)Wege sanieren und oder befestigen, wie den Jörg-Balack-Weg, nicht aber vorhandene Radwege zurückbauen, wie an der Schulauer Straße.

Antwort DIE LINKE

Schulwege sind Verkehrswege. Ein erster, nötiger Schritt ist der bereits angesprochene Ausbau des Jörg-Balack-Weges. Aber auch das ist nur eine von vielen nötigen Maßnahmen.
Bei der Ausweisung neuer Wohngebiete muss dies schon bei der Planung berücksichtigt und festgeschrieben werden. DIE LINKE sieht - wie inzwischen auch der ADFC - sogenannte "Schutzstreifen" für Radfahrer sehr kritisch. Radwege sollten optisch und physisch (gerade auf schnell und viel befahrenen Straßen) vom Autoverkehr getrennt werden. Schutzstreifen sind keine Radwege, sondern nur ein optisches Gebot für Radfahrer, auf der Straße zu fahren. Sie sind kein Ersatz für gut ausgebaute Radwege.
Auch ein geförderter und brauchbarer öffentlicher Nachverkehr ist hier ein guter Weg, Schüler und auch jeden anderen Menschen sicher, rechtzeitig und eigenverantwortlich ans Ziel zu bringen.
Viele Menschen sind auf den ÖPNV angewiesen und leiden unter schlechter Anbindung und seltenen Fahrtzeiten. Eine Lösung kann nur gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben entwickelt werden. Auch alternative Lösungen wie Stadtbusse oder Ruftaxis müssen geprüft werden.

Antwort SPD

Schulwege müssen sicherer gemacht werden. Es fehlen vernünftige Rad- und Fußwege. Zum Teil ist die Beleuchtung nicht ausreichend, so entstehen Angsträume. Zum Jörg-Balack-Weg hatten wir uns schon in Frage 1 geäußert. Am Breiten Weg finden wir u. a. eine ähnliche Situation vor, hier werden wir uns ebenfalls für eine Verbesserung einsetzen. Im Winter und nach starken Regenfällen sind hier die Wege in einem sehr schlechten Zustand.
Die jüngeren Kinder müssen die Möglichkeit haben, mit älteren z.B. Geschwisterkindern gemeinsam zur Schule zu gehen. Dies bedeutet ein einheitlicher Schulbeginn für alle Altersstufen und eine vorschulische Betreuung für die Kleineren. Hierfür werden wir uns weiter einsetzen. Die jetzt bestehende Situation zwingt Eltern unter Zeitdruck ihre Kinder zur Schule zu fahren. Der Schulweg zur Altstadtschule muss auch verbessert werden, die Ampelsituation am Roland wird derzeit überprüft. Wir fordern schon seit langem ein Konzept von Mobilität, das nicht auf den Autoverkehr fixiert ist, sondern Fuß- und Radwege, ÖPNV, Individual- und Berufsverkehr gleichermaßen berücksichtigt.
Viele Eltern können sich eine Monatskarte für den ÖPNV nicht leisten. In unserem Wahlprogramm fordern wir ein kommunales Busticket, mit dem man zu einem günstigen Preis den ganzen Tag lang im ganzen Stadtgebiet unterwegs sein kann.

Antwort WSI

Die Beweggründe für Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, sind sicherlich sehr unterschiedlich. Neben durchaus nachvollziehbaren Gründen steht oft auch ein überzogenes Kontroll- und Schutzdenken.
Helfen können beispielsweise öffentliche Appelle an die Eltern, die deutlich machen, dass ein "erlebter" eigenständiger Schulweg auch einen pädagogischen Nutzen für die Kinder hat. Helfen könnten ferner auch anderorts erprobte Maßnahmen wie zum Beispiel das Projekt "Walking Bus", dass auf Anregung durch den städtischen Bildungssauschuss gemeinsam mit Schulen und Polizei umgesetzt werden könnte. Nähere Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite www.walking-bus.de . Eltern sollten sich darüber hinaus bewusst machen, dass auch der Verzicht auf das "Elterntaxis" Verkehr vermeidet und damit zur allgemeinen Verkehrssicherheit einen Beitrag leistet.



SECHS

Digitalisierung ist in aller Munde, besonders für Bildungs-Einrichtungen. Wie in vielen anderen Orten auch, gibt es auch in Wedel bei der Umsetzung allerdings erheblich Mängel: Unzureichende und veraltete Ausstattung, mangelnde Vernetzung und fehlendes WLAN, unzureichende Ausbildung und fehlender Support sind nur einige Stichworte. Auch die Haushalte in Wedel sind bisher mit der digitalen Infrastruktur weniger zufrieden.
Frage: Was wird Ihre Partei unternehmen, sowohl Bildungs-Einrichtungen technisch in die Lage zu versetzt, Kindern Medien- und Informationskompetenz beizubringen und die Infrastruktur (Glasfaser?) für Privathaushalte und Unternehmen Zukunftssicher zu gestalten (auch mit Blick auf den Businesspark)?

Antwort Bündnis 90/Die Grünen

Die Grünen haben sich intensiv mit der Digitalisierung und den möglichen Konzepten zur IT-Ausstattung von unseren Schulen in Wedel auseinandergesetzt. Zusammen mit den anderen Fraktionen haben wir im September 2017 ein umfassendes Konzept zur IT-Ausstattung der Wedeler Schulen beschlossen, das sukzessive von 2018 bis 2020 umgesetzt werden wird. Dazu zählen Implementierung/Ausbau von WLAN, eine aktive Infrastruktur, PC/Laptops im Austausch und als Zusatzbedarf, Beamer, Whiteboards etc.. Die Lehrkräfte erhalten nach Bedarf Fortbildungen und die Umsetzung des IT-Konzeptes wird mit den pädagogischen Medienkonzepten der einzelnen Schulen abgeglichen werden. Voll digital – das ist für unsere Wedeler Schulen seit Beschluss keine Zukunftsmusik mehr, sondern wird Realität.
Die Grüne Fraktion hat sich zudem federführend und erfolgreich für den Erhalt der schulbibliothekarischen Betreuung in der Albert-Schweitzer-Schule, Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule sowie Gebrüder-Humboldt-Schule eingesetzt, die fast dem Sparhammer von CDU/WSI/FDP zum Opfer gefallen wäre. Dadurch kann an diesen Schulen nicht nur weiterhin intensive Leseförderung stattfinden, sondern u.a. auch Internet-Führerscheine gemacht und betreut im Internet gesurft werden. Aus unserer Sicht müssten auch die städtischen Begegnungsstätten wie Bücherei, KiJuZ, die Villa und das mittendrin nach dem Stand ihrer IT-Ausstattung beleuchtet und - falls nötig - digital nachgerüstet werden.
Ein schneller Ausbau des digitalen Glasfasernetzes wird von den Grünen in Wedel schon seit langem gefordert. Eine ausreichende Breitbandversorgung wird in den nächsten Jahren entscheidend sein für die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde. Unser Ziel ist, Unternehmen wie auch Privathaushalte mit einem verlässlichen und schnellen Netz zu versorgen. In einigen Wohngebieten, wie zum Beispiel in der Moorwegsiedlung, ist der Datenfluss immer noch viel zu langsam. Um die digitale Infrastruktur unserer Gemeinde zukunftsfähig zu machen, setzen wir Grünen auch auf das neu geschaffene Ministerium zur Digitalisierung in Schleswig-Holstein. Das Ministerium wird sich zukünftig verstärkt um einen Ausbau der Breitbandversorgung kümmern. Der digitale Wandel ist umfassend und eines der wichtigsten politischen Handlungsfelder der nächsten Jahre. Das vom Ministerium ins Leben gerufene Projekt "Anschlussbereitstellung Landesnetz 2020" schafft die notwendige Infrastruktur für die Digitalisierung. So stehen zum Beispiel für die Förderperiode 2014 bis 2020 ca. 20 Mio. Euro aus dem ELER nach Genehmigung des Landesprogramms ländlicher Raum (LPLR) zur Verfügung. Zudem stehen aus Mitteln der GAK jährlich ca. 1,5 Mio. Euro für die Grundversorgung sowie Landesmittel aus dem Sondervermögen Breitband bereit. Inwiefern Wedel von den Fördermitteln partizipieren kann, wird durch uns noch eruiert werden. Wir bleiben dran!

Antwort CDU

Die gestiegenen Anforderungen im IT-Bereich machen es erforderlich die Schulen zukunftsfähig auszustatten. Die CDU hat daher die Erstellung eines IT-Konzeptes für die Wedeler Schulen auf den Weg gebracht. Die Konzepterstellung erfolgte durch einen externen Gutachter in enger Abstimmung mit den Schulen. Die Umsetzung wird schrittweise in den Jahren 2018 bis 2021 erfolgen, um die finanzielle Belastung für den Haushalt zu verteilen. Alle Schulen haben sich verpflichtet, Medien- Konzepte zu erstellen und diese in den Schulprogrammen zu verankern.
Die städtische digitale Infrastruktur hat der Rat der Stadt auf Drängen und mit Unterstützung der CDU in die Hände der Stadtwerke Wedel gelegt, die sich vollständig im städtischen Eigentum befinden. Hier wurde in Kooperation mit der Telekom innerhalb kürzester Zeit das "Vectoring" eingeführt, mit dem mehr als 90 Prozent der Bürger Zugang zum schnellen Internet mit bis zu 100MBit/Sekunde haben. Seit letztem Jahr investieren die Stadtwerke in ein eigenes Glasfasernetz mit dem Ziel die Stadt flächendeckend damit auszustatten.
Darüber hinaus hat der Rat beschlossen, seine Straßenbeleuchtung mit mehr als 3.300 Lichtpunkten an eine Stadtwerketochter zu veräußern. Hier planen die Stadtwerke, innerhalb weniger Jahre die meisten Masten durch LED-Lampen zu ersetzen und in Zuge dessen die Stadt mit einem WLAN-Netz auszustatten, das als Basis für Wedel als "Smart-City" dienen kann.
Im Businesspark und weiteren Neubaugebieten sowie größeren Bauvorhaben verlegen die Stadtwerke bereits heute Glasfaserkabel.

Antwort FDP

Die Welt verändert sich rasant. Wer weiß schon, welche Berufe unsere Kinder in Zukunft ergreifen werden? Eins ist allerdings klar: Sie brauchen schon heute die bestmögliche Bildung. Und die gelingt nicht mit der Technik von gestern. Hier hat auch Wedel extremen Nachholbedarf. Die FDP ist eine moderne Partei, die keine Angst vor der Zukunft hat und Digitalisierung als Chance sieht. Wir sind überzeugt, dass die Kreidezeit in Wedels Schulen enden muss. In diesem Jahr beginnen wir mit der weiteren IT-Ausstattung und in den folgenden Jahren werden rund 1,5 Millionen EUR in Wedels Schulen investiert sein. Es kann jedoch nicht angehen, dass neu angeschaffte Hardware an Schulen nicht zum Einsatz kommt, weil dort kein stabiles W-LAN installiert ist oder keine fachkundigen Lehrkräfte zur Verfügung stehen.
Wir könnten uns die Anstellung einer/eines Digitalisierungsbeauftragten mit dem Schwerpunkt auf Wedels Bildungseinrichtungen vorstellen - eine Schnittstellenfunktion zwischen Schulen, Stadtverwaltung, Politik und Dienstleistern.
Der Aufbau des kombinierten Glasfaser-Kupfernetzes (100 Mbit) ist abgeschlossen, das Netz steht fast allen Haushalten/Betrieben über Wedel Net zur Verfügung. Mit Hochdruck wird jetzt in das zukunftssichere Glasfasernetz investiert. Die Vernetzung ist kostenintensiv und wird zunächst für Unternehmen (Leistung bis 1000 Mbit) gebaut. Es wird nach Auskunft der Stadtwerke Schritt für Schritt auch für private Haushalte im Zuge des Netzausbaues verfügbar sein. Im Business Park ist ein leistungsfähiges Glasfasernetz bereits verlegt.

Antwort DIE LINKE

Das Internet ist aus dem Alltag längst nicht mehr wegzudenken. Trotzdem gibt es immer noch Gegenden in Wedel mit sehr schwacher Netzabdeckung. Daher ist der flächendeckende Breitbandausbau auch in Wedel unerlässlich und darf nicht weiter verschleppt werden.
Die ganze Telekommunikationsinfrastruktur ist zudem eine grundlegende Notwendigkeit in einer modernen Gesellschaft. Daher vertritt DIE LINKE ein universelles Anrecht auf einen bezahlbaren, schnellen Breitband-Internetanschluss, der die digitale Teilhabe für alle ermöglicht. Die Stadtwerke sind da das beste Mittel, diesen von uns als Grundrecht empfundenen Anspruch auf bezahlbares Internet für jeden Wedeler Bürger zur Verfügung zu stellen.
Dazu stehen sogar ausreichend Fördergelder der EU aus dem Projekt WIFI4EU bereit, deren Nutzung von Wedel jedoch bislang nicht in Erwägung gezogen wurde.
In Schulen und anderen Bildungseinrichtungen muss die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stehen - jedes Kind soll, unabhängig von dem finanziellen Hintergrund seiner Familie - in der Lage sein, am Computer zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Dazu gehört allerdings nicht nur die technische Ausrüstung, sondern auch geschultes pädagogisches Fachpersonal. Doch nicht nur techniksichere Lehrer gehören für uns zur digitalen Ausstattung dazu, sondern auch die Infrastruktur und Wartung der digitalen Ausrüstung muss gewährleistet sein.

Antwort SPD

Die SPD tritt dafür ein, dass jede Schule, jedes Unternehmen und jeder Haushalt in Wedel Zugang zum schnellen Internet erhält, vorzugsweise über ein Glasfasernetz. Im Business Park liegen die Kabel bereits. Auch eine Reihe von Unternehmen und etliche Haushalte sind schon angeschlossen. Die SPD setzt sich dafür ein, dass die erste Schule noch in diesem Jahr und alle Schulen so schnell wie möglich einen Glasfaseranschluss erhalten. Für die Ausstattung der Schulen mit PCs und anderen IT-Geräten hat die Stadt jüngst einen Millionenbetrag beschlossen. Das ist ein richtiger Schritt, der aber längst nicht ausreicht. Und um die Investitionen zu schützen, ist es absolut wichtig, den technischen Support für die Schulen zu gewährleisten. Denn Infrastruktur und Geräte sind nur dann etwas wert, wenn sie im Alltag reibungslos funktionieren und Störungen schnell behoben werden. Ohne schnelles Internet und ein leistungsfähiges WLan an jeder Schule, können Medien- und Informationskompetenz nicht vermittelt werden. Das ist wie Schwimmunterricht im Klassenzimmer.
Die SPD unterstützt die Stadtwerke Wedel dabei, die Glasfasertechnologie für ganz Wedel verfügbar zu machen. Dies für die ganze Stadt zu tun, kostet schätzungsweise 40- 50 Millionen Euro und ist ohne Fördergelder von Land und Bund kaum denkbar. Neben der Infrastruktur wird es zukünftig aber darauf ankommen, für die verschiedensten Bereiche der Stadt, die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen: Für eine bessere Informierung und Beteiligung der Bürger, für die Steuerung des Verkehrs, für eine effiziente Umweltpolitik und, und, und. Das meint der Begriff "Smart City". Hier hinkt Wedel hinterher. Der Antrag der SPD, eine Arbeitsgruppe "Smart City" einzusetzen, fand bislang keine Mehrheit.
Die Digitalisierung kommt, sie ist schon da und sie ist eine Chance. Aber wir wollen miteinander in die Zukunft gehen. Die SPD Wedel will einen sozial verträglichen Übergang in die digitale Zukunft. Niemand, ob jung oder alt, soll "abgehängt" werden. Und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung muss gewährleistet sein. Nicht nur die Glasfaser ist wichtig, sondern auch der Datenschutz.

Antwort WSI

Nachdem alle Wedeler Schulen ihre IT-Konzepte vorgelegt hatten, wurde mit Stimmen der WSI-Fraktion vom Rat am 12.10.2017 der Ausbau und die Erneuerung der IT Ausstattung für die Wedeler Schulen beschlossen. Für die passive und aktive Infrastruktur werden in 2018 673.00 €; in 2019 530.000 € und in 2020 447.000 € bereitgestellt. Dies bedeutet ein Gesamtvolumen von 1.650.000 €. Die WSI begrüßt ausdrücklich diese bildungspolitisch sinnvollen Maßnahmen.
Nach unserem Kenntnisstand besteht hinsichtlich des Themas Glasfaser in Wedel folgender Sachstand: Der Ausbau des kombinierten Glasfaser/Kupfernetzes (Vectoring) mit bis zu 100 Mbit ist abgeschlossen und steht zu ca. 95 % den Haushalten und Gewerbekunden in Wedel zur Verfügung. Über das Produkt WedelNet der Stadtwerke Wedel kann diese Leistung bezogen werden. Zudem wird derzeit mit Hochdruck in das zukunftssichere Glasfasernetz investiert. Die Vernetzung wird vorrangig für Unternehmen durchgeführt, wie z.B. Hausverwaltungen und Gewerbekunden. Hier können Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit angeboten werden. Privat-Haushalte, die in der Nähe dieser Trassen liegen, werden zukünftig ebenfalls von der hohen Mbit-Rate profitieren können.
Für den Business Park ist bereits ein leistungsfähiges Glasfasernetz verlegt. Die Stadt Wedel hat sich vor etlichen Jahren zum Glück entschieden, die Stadtwerke im städtischen Eigentum zu behalten und nicht - wie es damals vielerorts Mode war - an einen Großkonzern zu verkaufen. Als Eigentümer können wir Einfluss darauf nehmen, dass die Stadtwerke auch zukünftig Wegbereiter einer zukunftsorientierten Infrastruktur im Bereich der Informationstechnologie sind.



SIEBEN

Das Freizeitangebot in Wedel für junge Menschen ist unzureichend. Es gibt zwar zahlreiche Hilfsangebote (z. B. Suchtberatung, MIKO), aber abseits der Sportvereine nur wenige "neutrale" Freizeit-Angebote für Jugendliche ohne besonderen Beratungs- und Unterstützungsbedarf.
Frage: Hat Ihre Partei praktikable Vorschläge für ein breiteres Freizeitangebot für junge Menschen, z. B. Kino, Jugend-Begegnungsstätte (á la AJC)?

Antwort Bündnis 90/Die Grünen

Wedel bietet jungen Menschen neben den Beratungsstellen wie Suchtberatung oder Miko umfangreiche Angebote wie die Teestube, Kijuz, Stadtteilzentrum und die Villa. Diese werden wir weiterhin unterstützen. Aber auch andere Vereine in Wedel bieten Veranstaltungen und soziale Angebote, die "neutral" sind.
Die Vernetzung der Einrichtungen sollte intensiviert werden, um gemeinsam ein breiteres Freizeitangebot für Jugendlichen anbieten zu können. Hierbei spielt auch der Jugendbeirat eine wichtige Rolle.
Zusätzlich fordert Wedels GRÜNE Jugend mehr öffentliche Plätze speziell für Jugendliche, wozu auch Bolzplätze zählen, damit sie nicht immer auf Kinderspielplätzen "abhängen" müssen. Und die Idee eines Kinos in der Stadt findet ebenfalls unsere Unterstützung. Dabei setzen wir allerdings auf die Privatinitiative des seit Jahren mit diesem Ziel bestehenden Vereins und auch der Jugendlichen selbst. Die dafür benötigten Räumlichkeiten, evtl. im Rahmen eines kommunalen Veranstaltungssaals, könnten aus GRÜNER Sicht in einem Neubau auf dem Theater(park)platz geschaffen werden, mit dessen konzeptioneller Gestaltung sich Verwaltung und Politik unter beabsichtigter Bürgerbeteiligung seit Kurzem beschäftigen.

Antwort CDU

Die CDU fordert "endlich wieder ein Kino in Wedel" und möchte dies bei Überplanungen entsprechender Grundstücke, wie z. B. am Theater oder der ehemaligen Diskothek MEXX mit einbeziehen.
Wir fordern eine Überarbeitung des Konzeptes des KiJuZ, da dies leider nicht so stark genutzt wird, wie wünschenswert wäre. Hier muss die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen und die Ausrichtung des Hauses mit einander vereinbart werden, um die Funktion des Hauses zu stärken und mehr junges Publikum in die Räume und Angebote des KiJuZ zu bekommen.
Wir wollen die Attraktivität und den Freizeitwert Wedels für alle Bürger zu erhöhen. Durch eine Ausweitung öffentlich zugänglicher Sportmöglichkeiten sollen mehr Angebote geschaffen werden, sich außerhalb eines Sportvereins sportlich zu ertüchtigen. Dies kann im Rahmen von Wedel Nord geschehen und im Rahmen eines Sportstättenentwicklungskonzepts, das über kommunale Sportstätten hinaus auch den Freizeitsport betrachtet, sowie einer Überplanung des Freizeitparkes an der Schulauer Straße. Unsere Vision ist es, Wedel zu einer Sportstadt zu machen.
Dabei geht es nicht mehr nur um die Sportvereine und deren Angebote, sondern auch darum, den Begriff Sportstätten auszuweiten auf Bewegungs-, Spiel-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, die ggf. auch öffentlich zugänglich sind. Im Laufe dieses Planungsprozesses sind die Jugendlichen unbedingt mit einzubeziehen und werden so zu Akteuren in eigener Sache.

Antwort FDP

Das Freizeitangebot für junge Menschen ist keineswegs "unzureichend", allenfalls für die Wintermonate ausbaufähig. Dies zeigte auch die Reaktion der Schülerinnen und Schüler bei der Podiumsdiskussion im Ristforum. Neben kirchlichen Jugendangeboten gibt es auch das KiJuz und die Villa als neutrale Kinder- und Jugend-Begegnungsstätten. Ein weiterer städtisch betriebener Jugendclub würde auch weiteres Personal bedeuten, und besonders in diesem Bereich gibt es viel zu wenig ausgebildete, qualifizierte Menschen (Erziehermangel, Lehrermangel). Sollte sich aber ein Betreiber an die Stadt wenden, der zum Beispiel ein Jugend-Café oder ähnliches eröffnen möchte, dann würde wir gerne bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten behilflich sein.
Auch könnten wir uns im Zuge der Theaterplatz-Bebauung sowohl ein Kino, als auch Platz für Indoor-Freizeitaktivitäten vorstellen, kombiniert mit einem gastronomischen Angebot für alle Altersklassen, sofern sich ein geeigneter Investor findet.
Der AJC-Hinweis gibt natürlich Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass die AJC-Geschichte, -Gründung und -Etablierung in enger Zusammenarbeit mit (damals) jungen FDP-Mitgliedern unserer Stadt erfolgt ist.

Antwort DIE LINKE

Seit Jahren ist die Möglichkeit eines Kinos in Wedel im Gespräch. Mit der Umgestaltung des Theaterplatzes und Wedel-Nord ergeben sich neue Möglichkeiten, dieses Projekt wieder anzugehen. Wir teilen diesen Wunsch vieler Cineasten!
Gerade bei Wedel Nord sehen wir einen großen Bedarf an zusätzlichen Freizeitangeboten - ein Jugendzentrum, Spielplätze, Begegnungsstätten. Wedel-Nord darf kein Stadtteil werden, den man nur zum Schlafen betritt, sondern eine lebendige Welt für Alt und Jung.
Große Bedeutung hat für uns auch der Zugang zu bestehenden wie neuen Angeboten: Kein Kind oder Jugendlicher sollte auf ein Freizeitangebot verzichten müssen, nur weil er es sich nicht leisten kann. Daher ist das oberste Gebot, die sportlichen und kulturellen Angebote allen offenzuhalten.
Beim Freizeitangebot für Jugendliche denkt natürlich jeder sofort an Sport - aber wir denken da auch einen Schritt weiter: In der heutigen Welt wird ein Großteil der Freizeit mit dem Internet verbracht: Spiele, Fernsehen, Musik, Kunst, Kultur, Telefonate und andere Kommunikation.
Daher sieht DIE LINKE einen vernünftigen und umfassenden Breitbandausbau ebenfalls als wichtigen Bestandteil des zu fördernden Freizeitangebotes für Jugendliche und Erwachsene.

Antwort SPD

Die Freizeitgestaltung Wedeler Jugendlicher muss die besondere Nähe zu Hamburg berücksichtigen. Junge Erwachsene (über 18, mit Elterneinwilligung über 16) finden viele, und von einer Kleinstadt wie Wedel nicht zu toppende Angebote in Hamburg. Darum ist eine gute S-Bahn-Anbindung, an Wochenenden ein Nachtbus bis Wedel, und ein Ruftaxi-System für den nächtlichen Nachhauseweg innerhalb Wedels ein notweniger Teil attraktiver Freizeitmöglichkeiten für Wedeler Jugendliche und junge Erwachsene und Bestandteil des SPD-Wahlprogrammes.
Schwieriger ist es, unter 18 bzw. 16 Jahren ein Angebot zu finden, das jenseits von Sport oder "Kindervergnügen" attraktiv ist. Das Problem: Kommerzielle Angebote wie Kino oder Discos müssen sich für die Betreiber rechnen und sind seitens der Stadt schwer zu initiieren. Das Kinder- und Jugendzentrum in der Bekstraße, die "Teestube" der Christuskirche oder die Villa sind Orte, die schon jetzt finanziell von der Stadt getragen oder bezuschusst werden. Stärke solcher Orte der Begegnung ist, dass an ihnen Jugendliche aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammenkommen können. In der Zukunft sollte versucht werden, diese Orte stärker in den Fokus zu nehmen und eventuell attraktiver zu gestalten.
Wedel fehlen - im Unterschied zu anderen mittelgroßen Städten - spezielle Events für die Jugendlichen wie Outdoor-Konzerte, Partys oder auch Sportevents mit Partycharakter. Die SPD ist davon überzeugt, dass die Jugendlichen am besten wissen, was ihnen in Wedel an Freizeitangeboten fehlt. Deswegen wollen wir eine stärkere Förderung für Eigeninitiativen der U18-Generation in finanzieller und organisatorischer Hinsicht. Dass aus solchen Initiativen Großes entstehen kann, zeigt das Shooters, das zum Beispiel seine Anfänge als Location für Schulpartys hatte.

Antwort WSI

Wedel hält traditionell ein gut aufgestelltes Angebot für Jugendliche aller Altersgruppen vor. Dazu gehören das KiJuZ der Stadt für alle Jugendlichen zwischen 8 und 21 Jahren, die Teestube an der Christuskirche für eine ähnliche Altersgruppe im Umfeld der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule und die Villa für junge Erwachsene jenseits des Schulalters. Hier mag es vereinzelt Bedarf zur Nachjustierung der Angebote geben, grundsätzliche Angebotslücken sind für uns aber nicht zu erkennen.
Angesichts der schwierigen städtischen Finanzsituation erscheint es uns daher auch auf absehbare Zeit nicht möglich, zusätzliche kommunal finanzierte Freizeit-Angebote für Jugendliche zu schaffen. Der Vorschlag "AJC" ist mit der heutigen Situation nicht vergleichbar, weil es zur damaligen Zeit (1971/1972) kaum Angebote für Jugendliche gab und große gesellschaftspolitische Umbrüche stattfanden. Das AJC war ein selbstverwaltetes Jugendzentrum, was dem damaligen Zeitgeist entsprach und sehr stark von dem Engagement der damaligen Besucherinnen und Besucher profitierte. Als nach einigen Jahren dieses Engagement nachließ, wurde es erforderlich über vollbeschäftigte Mitarbeiter das Freizeitangebot aufrecht zu erhalten. Letztlich ist die heutige Villa aus diesem geänderten Nutzerverhalten hervorgegangen.
Natürlich werden wir aber sinnvoll erscheinende Projekte engagierter Bürgerinnen und Bürger oder Initiativen wohlwollend aufnehmen und begleiten. Das trifft auch für das Thema "Kino" zu, das die Stadt nach unserer Einschätzung aber nicht in Eigenregie realisieren und betreiben kann.



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