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  Klimaschutzfonds Wedel e.V.

Gegründet am 20. November 1996

      im Hause Stadtwerke Wedel GmbH     |     Feldstr. 150, 22880 Wedel
      E-Mail:   |   URL: www.klimaschutzfonds-wedel.de

Zur besseren Lesbarkeit nutzen wir in unseren Texten meist nur die männliche Form,
grundsätzlich sind jedoch immer gleichberechtigt beide Geschlechter gemeint.

Kohlendioxyd: Klimaschädliches "Gas"
als Rückstand bei der Verbrennung fossiler
Energieträger (Öl, Kohle, etc.)
Handelbare EU-Rechte, CO2 (und anderes)
in die Luft freisetzen zu dürfen
Mehr bei Wikipedia -> Emissionsrechtehandel
Erneuerbare-Energien-Gesetz: Soll die Erzeugung
regenerative Energie voranbringen und garantiert
diesen feste Einspeise-Vergütungen
Intergovernmental Panel on Climate Change,
auf deutsch Klimarat, wissenschaftliches
zwischenstaatliches Gremium der Vereinten
Nationen (UN), bestehend aus: Regierungen
und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt als
Autoren und Gutachter
Kreditanstalt für Wiederaufbau
vergibt günstige Kredite für
energetische Sanierungsmaßsnahmen
und andere Klimarelevante Investitionen
light-emitting diode, deutsch Licht-emittierende
oder Leuchtdiode
Photo-Voltaik = Strom-Erzeugung aus Sonnenlicht Wedeler Klimaschutz und
Energiespar -Treff
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit nutzen
wir die gebräuchliche (meist männliche)
Form. Gemeint sind beide Geschlechter
gleichberechtigt!
Das damit eingesparte Geld ging zu 50% an den
Schulträger (Stadt Wedel), die andere
Hälfte verblieb bei der Schule und kam damit
direkt den Schüler_innen zu Gute.
Gebäude von der Planung über die Nutzung
bis zum Abriss möglichst ökologisch zu nutzen
Luxmeter = Lichtstärke-Messgerät Das Projekt wurde initiiert, durchgeführt und bezahlt
vom Klimaschutzfonds Wedel e.V., hat also nur am
Rande mit der "Stadt Wedel" zu tun
WET-V - Web-Work für jedermann und jede Frau Stand: 21.09.2017   |   © 2003 - 2017 Klimaschutzfonds Wedel e.V.   |   Impressum   |   Datenschutz   |   Sitemap   |   Verlinken

Neues & Wissenswertes



Klimafakten
Zum G20-Gipfel stellen deutsche Klimaforscherinnen und -forscher in einem Verbund die Fakten zum bereits beobachtbaren Klimawandel vor. In einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentieren sie die wesentlichen Eckpunkte der Veränderungen und ordnen die wissenschaftlichen Erkenntnisse ein.
Klimafakten vom Deutschen Klima Konsortium (DKK)
[www.deutsches-klima-konsortium.de/de/g20-pressconference.html]

07.07.2017 Nach oben, zum Seitenanfang
Besteht Hoffung?
Infografik: Immer weniger Plastiktüten | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
19.06.2017 Nach oben, zum Seitenanfang
Fische suchen und "gewichten"
Alles "Kleine Fische"?
Jungfische können keine neuen Fische "machen", wenn sie gefangen werden, bevor sie geschlechtsreif sind! Der Fang zu kleiner, zu junger Fische könnte die Bestände langfrsitig gefährden! Und damit sowohl biologische Vielfals, als auch die Lebensgrundlage der Fischer sowie unseren Speisezettel.

Die Umweltorganisation OCEANA hat ein Internet-Tool entwickelt, mit dem Verbraucher die empfohlene Mindestgröße ermitteln können - und dann hoffentlich danach einkaufen.

Weisen SIE ggf. Ihren Fischhändler darauf hin, wenn dieser immer wieder zu kleine Fische anbietet. Und sprechen Sie mit Ihren Politikern, damit EU-Bestimmungen dahingehend geändert werden, dass Netzen mit größeren Maschen genutzt werden müssen und die kleinen Fische ins Meer zurück geworfen werden dürfen (und nicht zu Futter verarbeitet).

FishSizeMatters (Oceana)
[http://fishsizematters.eu/de/]

17.05.2017 Nach oben, zum Seitenanfang
Recycling: Einfach mit der Post
Post-use Recycling
Auch wer nicht alle zwei Jahre ein neues Smartphone oder Tablet kauft, steht irgendwann vor der Frage, was mit dem "alten" passieren soll. Handys können für den Notfall im Auto deponiert werden, andere Geräte nehmen vielleicht das Sozialkaufhaus oder eine Flüchtlings-Initiative.

Wenn gar nichts mehr geht, hilft Recycling: Nicht mehr genutzte Elektrogeräte (z.B. Smartphones) können kostenlos mit der Post zum Recyclen geschickt werden.

ElectroReturn (Deutsche Post)
[https://www.deutschepost.de/de/e/electroreturn.html]

03.08.2016 Nach oben, zum Seitenanfang
Zahnbürste aus Bambus
Nachhaltige Zahngesundheit
Wechseln von Plastik zu Bambus! Auch beim Zähneputzen!
Jedes Jahr werden etwa 7 Milliarden gebrauchter Plastik-Zahnbürsten entsorgt: 23.000 Tonnen!

Aber es gibt eine Alternative: ecobamboo produziert biologisch abbaubare Bürsten aus Bambus und "Nylon4".
Online zu Kaufen - vielleicht gleich mit für Verwandschaft und Freunde!

Zur Webseite des Herstellers [http://www.ecobamboo.de/]
18.03.2016 Nach oben, zum Seitenanfang
Sonnenblume
Solarblumen für öffentlichen und privaten Raum Eine PV-Anlage, die nicht nur das Sonnenlicht auf sich zieht, sondern auch Blicke. Der erzeugte Strom kann eMobilität unterstützen, egal ob zwei oder vier Räder.

Der Solarmodulfächer der smartflower™ bewegt sich horizontal und vertikal mit dem Sonnenstand. Damit ist die optimale Ausrichtung zur Sonne im gesamten Tagesverlauf garantiert, auch bei niedrigem Sonnenstand im Winter. Das Ergebnis: Trotz der geringeren Fläche bis zu 40% mehr Ertrag als herkömlichen Aufdachanlagen.
Angaben des Herstellers

Zur Webseite des Herstellers [www.smartflower.com/de/smartflower_pope]
15.01.2016 Nach oben, zum Seitenanfang
Film starten
Plastik zum Essen?
In den Ozeanen gibt es heute mehr als 100 Millionen Tonnen Kunststoff - und das wirkt sich sowohl auf Meerestiere als auch und Menschen aus! Zeit zu Handeln!

Posted on facebook by National Geographic [https://www.facebook.com/natgeo/] 05.01.2016
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100% Erneuerbar: Machbar
100% EE: Wie es gehen kann - Video auf YouTube 
Öffnet im separaten Fenster Wie kann es Deutschland schaffen, bis Mitte des Jahrhunderts 100% der benötigten elektrischen Energie aus erneuerbaren herzustellen? Könnte damit auch ein Teil des Wärmebedarfs gedeckt werden - und möglicherweise sogar Mobitität? Und wird die Netzstabilität damit nicht gefährdet?

Wissenschaftler des Frauenhofer IWES [www.iwes.fraunhofer.de/] in Kassel haben auf all diese Fragen positive Antworten gefunden. In einer -vorerst manuellen- Simulation haben sie Steuer- und Regeltechniken für "Kombi-Kraftwerke" entworfen.

Mehr Informationen zum Thema "Sichere Stromversorgung mit Erneuerbarer Energie" findet man auch auf Unendlich-viel-Energie.de [www.unendlich-viel-energie.de/sichere-stromversorgung-mit-100-prozent-erneuerbaren-energien-ist-moeglich] . Nach oben, zum Seitenanfang
Plastik auf die Haut?
Keine Plastiktüten mehr!, Grafik: M. Koehn Ziehen Sie sich als Sonnenschutz eine Plastiktüte über dem Kopf?
Wohl kaum! Aber in zahlreichen Sonnenschutz-Produkten, Peelings, Handcremes und anderen Kosmetika ist Plastik enthalten. Und das schmieren Sie sich dann jeden Tag ins Gesicht - und spühlen es Abends in den Abfluss. Vor dort gelangt es ins Meer, Fische nehmen es auf - und es landet bei uns auf dem Teller. Diese Darstellung ist stark verkürzt und verallgemeinert - aber leider nicht ganz unrealistisch.

In welchen "Kotzmetika" Plastik ist, hat der BUND zusammengestellt, hier können Sie die 12-seitige(!) Produktliste einsehen.

Welche Schäden Plastikmüll z.B. auf Deutschlands mondäner Nordseeinsel Sylt anrichtet, zeigt ein kurzes Video auf Facebook von Greenpeace. Nach oben, zum Seitenanfang
Spritverbrauch
Brötchen als Auto, Grafik: M. KoehnGeahnt haben wir es ja schon immer, die meisten Autos verbrauchen mehr Treibstoff, als die Hersteller uns glauben machen wollen. Die BILD-Zeitung hat nun einen interessanten Test durchgeführt, der ein vom Klimaschutzfonds seit langem erkanntes Problem beleuchtet: Es wurde untersucht, wie viel Sprit unter realen Bedingungen "durch den Auspuff" gejagt wird, wenn man am Wochenende zur Brötchenholen fährt.

Erkenntnis 1: Die Angaben der Hersteller und der tatsächliche Verbrauch gerade auf den ersten Kilometern unterscheiden sich drastisch.
Erkenntnis 2: Wenn Sie zu Fuß Ihr frisches Backwerk besorgen, tun Sie was für Ihre Fitness, werden wach und können sich bis zu zwei zusätzliche Brötchen leisten.

Die Ergebnisse der Untersuchung findet Sie bei AutoBild.de [www.autobild.de/artikel/spritverbrauch-auf-der-kurzstrecke-528326.html]
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Fahrrad aus Pappe? JA!

Izhar Gafni hat sich von Widersprüchen eher anspornen als abschrecken lassen und eine auf den ersten Blick wahrlich unglaubliche Entwicklung gemacht: Der in Israel lebende Bastler hat ein voll funktionsfähiges Fahrrad aus Recyclingkarton hergestellt.

Hätte der Designer dabei auf die Meinung einiger Ingenieure gehört, wäre aus seiner Idee wohl nichts geworden. Diese hatten ihm auf Anfrage nämlich einhellig bescheinigt, dass es komplett unmöglich sei, dass ein derartiges Fahrrad funktionstüchtig ist.

Nachdem ihm seine Frau gesagt hatte, dass er es doch auf den Versuch ankommen lassen sollte, begann der Autodidakt mit Karton zu experimentieren. Die Technik, die er letztlich bei der Konstruktion seines Pappfahrrades verwendet hat, beruht auf Origami, der japanischen Kunst des Papierfaltens. Die auf diese Art gefalteten Kartons erreichen eine derartige Stabilität, dass das fertige Fahrrad bis zu 150 Kilogramm schwere Personen tragen kann und sogar äußeren Einflüssen, wie Wasser oder Feuchtigkeit, trotzt. Die Lebensdauer des Fahrrades aus Recycling-Karton soll über zwei Jahre betragen.

Neben den Tatsachen, dass eine derartige Konstruktion aus Recyclingkarton überhaupt möglich und auch noch absolut umweltfreundlich ist, beeindruckt hauptsächlich der Preis des Gefährts. Die Materialkosten liegen gerade einmal bei etwa acht Euro! Laut Izhar Gafni laufen derzeit noch die Verhandlungen mit Investoren, aber er möchte es unbedingt in großem Stil herstellen lassen. Gewinnspanne und Lohnkosten eingerechnet könnten derartige Räder -je nach Ausstattung- dann bereits zu einem Preis von rund 50 Euro erhältlich sein.
[Meldung: Matthias Schaffer, CleanEnergy Projekt]

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Neues KfW-Förderprogramm für Sonnenheizungen
Ab März fördert die KfW-Bankengruppe die Anschaffung einer Sonnenheizung mit einem neuen Kredit-Programm. Bis zu 50.000 Euro stellt die Bank zu attraktiven Konditionen für die Umstellung der Heizungsanlage (installiert vor dem 01.01.2009) auf Erneuerbare Energien bereit. Gefördert werden neben den unmittelbaren Kosten für die Solarwärmeanlage auch eine Energieberatung sowie erforderliche Nebenarbeiten wie beispielsweise die optimale Einstellung der gesamten Heizungsanlage.
[Quelle: Solvis / 21.02.2013]


Wichtig ist, dass der Antrag vor Beauftragung der Arbeiten über die Hausbank gestellt wird. Die Laufzeit des Kredits kann bis zu zehn Jahre betragen bei ein bis zwei tilgungsfreien Anlaufjahren. Und: Der Ergänzungskredit des KfW-Programms "Energieeffizient Sanieren" kann mit anderen Förderungen kombiniert werden. Die Installation einer typischen Solarwärmeanlage für ein Einfamilienhaus belohnt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beispielsweise mit bis zu 2.000 Euro.
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Altmaier kontra Alt
Kosten der (Nicht-)Energiewende
Umweltminister Altmaier hat vorgerechnet, dass die Energiewende in den kommenden 30 Jahren etwa 1.000 Milliarden Euro kosten könnte. Das erschreckt natürlich! Doch darf erlaubt sein, einmal die Gegenfrage zu stellen: Was kostet es, wenn wir die Energiewende nicht organisieren und so weiter machen wie bisher?

Franz Alt Antwort geht ungefär so:
Die deutsche Gesellschaft zahlt jedes Jahr knapp 80 Milliarden Euro für den Import von Kohle, Gas und Öl an russische und arabische Lieferanten. Das sind in dreißig Jahren 2.400 Millarden Euro. Hinzu kommen die Folgekosten des Klimawandels, die ohne Energiewende anfallen. Der frühere Chefvolkswirt der Weltbank, Sir Niclas Stern, schätzt, dass diese Folgekosten fünfmal höher sein werden, als die Kosten für die Energiewende. Das sind nochmal 5.000 Milliarden Euro. Zusammen also 7.400 Milliarden Euro.

Peter Altmaier vergleicht die Dimension der Energiewende oft mit der Deutschen Einheit. Auch 1990 miesepeterten Bedenkenträger, die Einheit sei unbezahlbar. Zum Glück hat die Regierung Kohl damals diese Bedenken hintangestellt und konsequent auf die Wiedervereinigung hingearbeitet. Das war die beste Zukunftsinvestition für unser Land. So ähnlich wird es auch mit der Energiewende kommen. Was wollen wir zahlen: eine Billion oder 7.4 Billionen? Wir haben die Wahl.

Die Bedenkenträger heute werden genau so unrecht haben, wie die von 1990. Der Grund dafür ist ganz einfach: Öl, Kohle, Gas und Uran werden immer teurer. Sonne und Wind aber schicken keine Rechnung. Sie sind ein umweltfreundliches Geschenk des Himmels. Und: Die Investitionen bleiben hier und die Arbeitsplätze entstehen in Deutschland.
Mehr von Franz Alt auf Sonnenseiten.com [www.sonnenseite.com]
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Zeitschrift Finanztest 03/2013
Photovoltaik rechnet sich für Eigenverbrauch
Seit der Preis für Stromeinspeisung aus Solar-Anlagen zur Stromerzeugung ins öffentliche Netz erheblich gesunken ist, befürchten viele Hausbesitzer, dass sich diese Anlagen (finanzielle) nicht mehr rechnen. Das Gegenteil ist der Fall! Durch stark gefallene Anlagenpreise und im Gegegnzug dazu stark gestiegene Strompreise ist das ganze für "Selbstverbraucher" durchaus interessant.

Die Zeitschrift FINANZTEST hat in Ihrer Ausgabe 03/2013 dazu einen sehr interessanten Artikel mit Zahlen, Daten und Fakten veröffentlicht, der unter www.test.de [http://www.test.de/Solarstrom-Photovoltaik-rechnet-sich-weiterhin-4502822-0/ kostenpflichtig (€ 1,50) herunter geladen werden kann.
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Einheit
eBike
© Bundesverband eMobilit&azuml;t e.V.
© Bundesverband eMobilit&azuml;t e.V.
Magazin "Neue Mobilität" Heft 10 - Jan. 2013
Der einheitliche Ladestecker für Elektroautos in Europa ist da: Nach mehrjährigen Diskussionen hat die Europäische Kommission den Typ-2-Stecker als gemeinsamen Ladestecker festgelegt. Für Deutschlands Automobilindustrie bedeutet das den Durchbruch, denn hierzulande kommt er bereits zum Einsatz.

Weltweit gibt es jetzt noch zwei favorisierte Steckertypen (zur Unterscheidung zwischen Wechselstrom-Laden und Gleichstrom-Laden. Steckertyp 1 wird vor allem von japanischen und amerikanischen Firmen bevorzugt (einphasige Laden aufgrund dortiger Hausinstallationen). Typ 2 unterstützt ein- und dreiphasige Laden, mit dem höhere Ladeleistungen und kürzere Ladezeiten möglich sind. Die Hersteller, darunter auch amerikanische und japanische, haben sich in Europa darauf geeinigt, dass sämtliche in Europa angebotenen Fahrzeuge bis 2017 mit dem Typ-2-Stecker ausgerüstet werden. Weitere Hintergrundinformationen findet man in der NEUEN MOBILITÄT [www.bem-ev.de/neue-mobilitat/neue-mobilitat-10/]

Aber, die Elektromobilität leidet weiter darunter, dass fast jeder Hersteller von Fahrzeugen, Ladesstationen und anderen Infrastrukturkomponenten eigene Systeme entwickelt. Aufwändige Anpassungen zwischen den Produkten sind notwendig, das verzögert jedoch die breite Markteinführung und ist kostenintensiv. Das Projekt "eNterop" (kurz für "drive international standardization to enter V2G operation on a broad basis") soll das nun ändern und bis 2014 standardisierte Testverfahren entwickelt, nach denen jeder Hersteller prüfen kann, ob seine Produkte den verabschiedeten ISO/IECStandards.
[Magazin "NEUE MOBILITÄT, Heft 10, Jan. 2013]

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Überflutungs-Risiken steigen weltweit an
Überflutung in Köln 1983 Überflutung in Köln 1983
© Bundesarchiv
B 422 Bild-0086 / Sers, Günter / CC-BY-SA
Auf globaler Ebene wird sich das Hochwasserrisiko zukünftig weiter erhöhen. Aufgrund hoher Bevölkerungsdichte und Besiedelung werden in Asien besonders viele Menschen betroffen sein. Die höchsten Kosten werden aufgrund der vorliegenden Vermögenswerte jedoch in den Vereinigten Staaten und Europa erwartet. Zu diesen Ergebnissen kamen Forscher bei der Betrachtung globaler Überflutungsereignisse in Fluss- und Küstenregionen.

Aktuell gibt es bereits ein Bewusstsein dafür, dass das globale Flutrisiko über Jahre hinweg steigen wird, wobei die Veränderungen weltweit aber nicht einheitlich ablaufen werden. Generell gilt es zu beachten, dass besonders in hochwassergefährdeten Gebieten die Gesamtbevölkerung bis 2050 weiter überproportional ansteigen wird. Gründe sind Bevölkerungswachstum und Migration in Städte, die historisch oft an Flüssen liegen. Somit werden zukünftig global gesehen immer mehr Menschen von Hochwasser betroffen sein.
[Jongman, B. et al. (2012): Global exposure to river and coastal flooding: Long term trends and changes, Global Environmental Change, Vol. 22, Issue 4, Pages 823–835]


Aber:
Anpassung hilft Kosten zu reduzieren
Der oben genannten Gefahr kann mit Klimaschutz- bzw. Anpassungsmaßnahmen begegnet werden. In einer Studie wurde nun anhand zweier Szenarien berechnet, wie viele Menschen künftig von Überflutungen betroffen sein werden und welche Kosten dies verursachen wird.

Das erste Szenario (kein Klimaschutz, Anstieg der globalen Mitteltemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um 4°C) lässt den Meeresspiegel um bis zu 126 Zentimeter ansteigen. Für das zweite Szenario (mit Klimaschutzmaßnahmen, bis 2100 plus 2°C) wurden mit 42 cm hingegen ein deutlich geringerer Meeresspiegelanstieg berechnet. Je nach Szenario wären im Jahr 2100 weltweit jährlich ca. 117 bis 262 Mio. Menschen von Überflutungen betroffen (rund 4 Mio. in 2000).

Die jährlichen Kosten (Überflutungsschäden und Anpassungsmaßnahmen) werden bis 2100 mit 164-300 Mrd. US-Dollar ohne Adaptionsmaßnahmen angegeben, bzw. 27-93 Mrd. US-Dollar mit. Doch obgleich Anpassung in dieser Kalkulation kosteneffizienter erscheint, kann sie den Klimaschutz nicht ersetzen. Für insbesondere kleine Inselstaaten oder dicht besiedelte, tief liegende Staaten (z.B. Kuwait, Vietnam, Guinea-Bissau, Mozambique, Myanmar und Bangladesh) werden die Kosten für Schäden und Anpassung mehrere 1000 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen, die nur durch Klimaschutz signifikant reduziert werden können.
[Hinkel, J. et al. (2012): The effects of adaptation and mitigation on coastal flood impacts during the 21st century. An application of the DIVA and IMAGE models, Climatic Change, doi: 10.1007/s10584-012-0564-8]

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Bundesweiter Heizspiegel 2012 veröffentlicht
Heizspiegel Der Heizenergieverbrauch von Wohngebäuden ist 2011 infolge des milden Winters um durchschnittlich 18 Prozent gegenüber 2010 gesunken. Allerdings sind die Heizkosten nicht im gleichen Maße gefallen, weil die Energiepreise im selben Zeitraum gestiegen sind. Vor allem der Preis für Heizöl legte im Schnitt um 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Der aktuelle Heizspiegel zeigt: Die Heizkosten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung, die mit Heizöl beheizt wird, betrugen im vergangenen Jahr durchschnittlich 890 Euro. Das sind 40 Euro mehr als 2010 (+ 4,7 %). Mieter mit Erdgasheizungen zahlten 715 Euro und damit 90 Euro weniger als im Vorjahr (- 11,2 %). Die Heizkosten für Fernwärme sanken um 95 Euro auf 785 Euro (- 10,8 %).

Der Bundesweite Heizspiegel wird von der gemeinnützigen co2online GmbH veröffentlicht und vom Bundesumweltministerium gefördert. Projektpartner ist wie in den Jahren zuvor der Deutsche Mieterbund e. V.
[Meldung: Woche der Sonne / 30.05.2012]

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Öffentliche Wahrnehmung des Klimawandels - wider wissenschaftliche Erkenntnisse?
Obgleich der wissenschaftliche Kenntnisstand zum Klimawandel und seinen Folgen stetig wächst, hat das Thema aus Sicht vieler Menschen an Bedeutung verloren. Ein Paper ist jetzt der Frage nachgegangen, wie sich die Wahrnehmung des Themas in den letzten Jahren verändert hat und sich weiter entwickeln wird.

So zeigt eine jährliche Befragung Hamburger Bürger, dass 2011 nur 44% den Klimawandel als "sehr ernste" oder "ernste" Bedrohung ansahen, während dies drei Jahre zuvor noch 63% taten. Ein ähnliches Bild präsentiert sich in der Europäischen Union, in Kanada, Australien, Neuseeland und den USA. Überall in der westlichen Welt scheint das Thema an Bedeutung verloren zu haben bzw. werden seine Folgen von der Bevölkerung zunehmend als weniger ernst eingestuft.

Als Gründe führen die Autoren politische Ereignisse wie Climategate, das Scheitern der Klimaschutzverhandlungen in Kopenhagen oder auch den Einfluss des Wetters an. Gleichzeitig weisen sie auf ein Paradox hin. So sei die Sorge in den USA bereits sehr hoch gewesen, als sich die Wissenschaft selbst noch relativ unsicher und auch die mediale Berichterstattung noch geringer war als in den letzten zehn Jahren. Die Autoren gehen deshalb davon aus, dass sich die öffentliche Wahrnehmung des Klimawandels zukünftig vom wissenschaftlichen Kenntnisstand wie auch von der medialen Berichterstattung abkoppeln könnte.
[Ratter, B.M.W. et al. (2012): Between hype and decline: recent trends in public perception of climate change, Environmental Science & Policy, Vol. 18, Pages 3-8 / April 2012]

Mehr Info auf sciencedirect.com
[www.sciencedirect.com]
(english)
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Studie: Energiesparendes Sanieren von Einfamilienhäusern lohnt sich.
Sanierung lohnt sich Die Kosten für energiesparende Maßnahmen können Eigentümer von sanierungsbedürftigen Einfamilienhäusern &uum;ber eingesparte Energieausgaben refinanzieren. Die zur Einsparung einer Kilowattstunde Wärmeenergie nötige Investition liege unter den Kosten, die Hausbesitzer für Wärme aus Heizöl oder Gas ausgeben müssten, ergab eine aktuelle Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Untersucht wurde die Wirtschaftlichkeit energetischer Gebäudesanierungen in modernisierungsbedürftigen Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Studie ergab zum Beispiel, dass der hocheffiziente Energiestandard "Effizienzhaus 70", der einem Energieverbrauch von etwa fünf Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr entspricht, rentabel ist. Rechne man die energetischen Sanierungskosten auf die eingesparte Heizenergie um, koste jede eingesparte Kilowattstunde 7,1 Cent. Demgegenüber stehe schon heute ein durchschnittlicher Energiepreis von 8 Cent pro Kilowattstunde – Tendenz steigend.
[Meldung: dena / 26.03.2012]
Mehr Info auf dena.de
[www.dena.de]

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Antwort der Arktis auf die Klimaerwärmung
Trotz kritischer Stimmen, die den anthropogenen Klimawandel immer noch in Frage stellen, zeigt John P. Smol einen weiteren Beweis dafür: Er studiert seit 1983 die Entwicklung der arktischen Tümpel, die im eisfreien Sommer aus Schmelzwasser entstehen. Er fand heraus, dass deren Ökosystem sich verändert, Zeichen für den Rückgang des Eises und damit der Klimaerwärmung. In den erforschten Sedimentschichten liegen beispielsweise Pollenkörner, Algenarten und Tierfossilien jener Zeit konserviert vor, die Aufschluss geben über früher vorherrschende Umweltbedingungen.

Hierbei zeigt sich, dass in 6.500 Jahren die Zusammensetzung und Konzentration der hier beheimateten 3 bis 4 Kieselalgenarten konstant geblieben ist. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts jedoch entwickeln sich diese komplexer und diverser, das Wasser der Tümpel verdunstet schneller bis hin zur vollständigen Austrocknung.
[Smol, J. P. (2012): A Planet in Flux – How is Life on Earth Reacting to Climate Change, Nature, Vol. 483, p.12-15 / März 2012]
Mehr Info auf nature.com
[www.nature.com]
(english)
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